Am 12. Juni 1894 wurde eine Gemeindeversammlung zwecks Gründung einer freiwilligen Feuerwehr einberufen. Auf dieser Versammlung erkannte man schnell die Dringlichkeit einer Feuerwehr - und es kam noch am gleichen Tag zur Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Ahnsen.
Nun wurde eine vierrädrige Handdruckspritze für 1750 Mark von der Firma Schmidt und Sohn in Linde angeschafft und ein Spritzenhaus gebaut. Dafür wurde eine Kapitalanleihe in Höhe von 2500 Mark getätigt. Interessant ist, dass sich schon damals die Feuerversicherungen finanziell an den Anschaffungskosten beteiligten. So zahlte die Landschaftliche Brandkasse zu Hannover 650 Mark Beihilfe und die Aachener-Münchener Feuer-Versicherungs-Gesellschaft 250 Mark. Angeschafft wurden auch drei Signalhörner für 10,50 Mark.
Eine Spritze war nun vorhanden; jetzt bedurfte es noch der Ausrüstung, aber dafür fehlte noch Geld. Es wurden 700 Mark beim Sparverein Meinersen geliehen - wofür einige Kameraden als Bürgen eintraten - und für 45 Kameraden wurden Röcke, Helme, Breitgurte, Äxte, Ledereimer und Leinen beschafft. Das gesamte Kommando bestand aus ehemaligen Unteroffizieren aus der Kaiserzeit.
Der Beitrag wurde auf 1,60 Mark festgesetzt. Laut Beschluss vom 21. Februar 1895 soll für die Beförderung der Spritze zur Brandstelle 3,00 Mark gezahlt werden.
Am 30. Juni 1895 wurde auf der Hauptversammlung einstimmig der Beschluss gefasst, dem Feuerwehrverband der Provinz Hannover beizutreten. Im Jahre 1910 wurde schon eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen. 1911 heißt es im Protokoll: "Wer bei einer Übung fehlt zahlt 1,00 Mark Strafgeld."
Im 1. Weltkrieg (1914 - 1918) wurden keinen Protokolle geschrieben.
Am 19. November 1919 fand die erste Versammlung wieder statt. 1920 wurde die Handdruckspritze überholt, mit neuem Kolben versehen und neu gestrichen; ebenfalls wurde sie mit einer Beleuchtung ausgestattet. Wahrscheinlich durch den vergangenen Krieg war das Interesse an der Feuerwehr stark gesunken. Auf der Generalversammlung am 02. Oktober waren nur 21 Mitglieder erschienen. Demzufolge wurde gleich unter Punkt 1 beschlossen: "Festsetzung von Strafen: Wer unentschuldigt fehlt zahlt 2,00 Mark, im wiederholten Fall das doppelte und beim dritten Mal scheidet der Betroffene aus der Wehr aus."
Eswurde ebenfalls beschlossen, eine Gedenktafel zum Andenken an unsere gefallenen Kameraden anzuschaffen. Dieselbe wurde am 09. Januar 1921 feierlichst angebracht.
Im Sommer 1921 war die Wehr beim "Großen Waldbrand" bei Meinersen vollzählig im Einsatz. Dafür wurde sie mit einer Prämie bedacht.
1924 konnte die Wehr auf ihr 30-jähriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem Grunde wurde das Kreisverbandsfest im Juli 1924 übernommen. Dieses Fest wurde für die Wehr ein großer Erfolg. Aus dem Überschuss dieses Festes und einer Dorfversammlung wurden die Instrumente für die gegründete Musikkapelle angeschafft.
Es ist weiter zu berichten, dass mit Filmvorführungen der Landschaftlichen Brandkasse die Weiterbildung in der Wehr gefördert wurde. Wenn man die Protokolle ab 1934 nachliest, stellt man fest, dass auch die Feuerwehr unter dem damaligen Regime in eine Art Zwangsjacke gesteckt wurde.
1939: mit dem Beginn des 2. Weltkrieges wurde der Feuerwehr auch der Luftschutz übertragen. Da immer mehr Kameraden zum Militär berufen wurden, mussten Frauen und Mädchen mit einspringen, um die Einsatzbereitschaft der Wehr zu gewährleisten. Am 05. Dezember 1943 war eine Übung angesetzt, daran beteiligten sich 44 Frauen und Mädchen.
Während der Kriegsjahre waren in Ahnsen nur zwei Brände: im Oktober 1942 ein Scheunenbrand und 1943 Brand eines Schweinestalles. Beide Brände ereigneten sich auf dem selben Hof. Während des Krieges konnte dem 50-jährigen Bestehen der Wehr nicht gedacht werden.
Nach Kriegsende wurde 1946 die erste Versammlung wieder abgehalten. Es wurde der im Krieg gefallenen Kameraden gedacht und derer, die sich noch in Gefangenschaft befanden.
Am 13. Februar 1948 wurde das erste Wintervergnügen wieder durchgeführt. Leider musste dieses noch in Meinersen abgehalten werden, weil in Ahnsen noch kein Saal wieder zur Verfügung stand.
Die letzten zwei Einsätze mit der Handdruckspritze erfolgten im Juni 1950 beim Brand der Okermühle und im Dezember 1950 beim Brand in einem Möbellager in Meinersen.
Von 1894 bis 1950 war die Wehr bei 55 Bränden mit der Handdruckspritze im Einsatz. Ab 1952 begann dann für die Wehr die Umstellung auf die Motorspritze - und für die Handdruckspritze folgte der Weg zum Schrotthändler. Hier ist die Geschichte der Spritze jdeoch noch nicht zu Ende: 1995 landete sie bei der Freiwilligen Feuerwehr Warmsen (Landkreis Nienburg) und wurde hier restauriert. Geblieben war uns als Erinnerung zunächst nur die Glocke. Sie hat ihren Platz im Feuerwehrhaus gefunden. Doch seit Ende 2006 ist nun auch die Sprizte wieder in unserem Besitz.
Am 29. März 1952 wurde die Ahnser Wehr mit der 1. Motorspritze (TS 8) ausgerüstet. Es wurde eine 2-Zylinder DKW sowie ein Anhänger (TSA) beschafft. Jetzt wurden Einsätze mit Trecker und Anhänger gefahren. Die Zeit der Pferdebespannung vor der alten Handdruckspritze gehörte von nun an der Vergangenheit an. Mit der Anschaffung dieser Geräte setzte sofort die Aktivität der Kameraden mit eifrigen Übungsdienst ein.
Die erste Gruppe beteiligte sich von nun an mit Erfolg an den Wettkämpfen der Nachbarwehren. Die älteren Kameraden bildeten die 2. Gruppe. Durch die Motorisierung nahmen auch die Einsätze zu, da man häufig zu nachbarschaftlichen Löschhilfen gerufen wurde (Alarmierung mit Signalhorn und Handsirene).
Im November 1953 brannte in Ahnsen ein Schweinestall. Bei den langwierigen Löscharbeiten zog sich der Wehrführer einen Oberschenkelbruch zu und musste ins Krankenhaus. Zwei Wochen später brannte auf dem gleichen Gehöft die Scheune lichterloh. Brandursache war Brandstiftung. Beide Brände wurden von der Magd, die auf dem Hof beschäftigt war, gelegt.
Das Jahr 1954 stand ganz im Zeichen des 60-jährigen Stiftungsfestes der Freiwilligen Feuerwehr Ahnsen. Verbunden wurde das Jubiläum mit den Leistungswettkämpfen des damaligen Unterkreises 10. Bei dem großem Festumzug wurde zur Anschauung für alle Umzugsteilnehmer eine Alarmübung durchgeführt
Nachdem die Wunden des 2. Weltkrieges ein wenig verheilt waren, gedachte man 1960 noch einmal der nicht wieder heimgekehrten Kameraden.
Am 15. Mai 1963 bekam die Ahnser Wehr eine neue TS 8/8, eine Metz mit VW-Motor. Nach 11 Jahren mehr oder weniger gutem Dienst hatte die alte DKW nun ausgedient.
Die Alarmierung unserer Wehr erfolgte bis 1964 immer noch durch Hornisten. Weil man hierbei zuviel Zeit verlor und die Technik etwas Besseres anbot, wurde 1965 eine Sirene angeschafft. Sie wurde in der Dorfmitte auf dem Dach der Gasstätte "Zur Post" angebracht.
Die Feuerwehrkapellen Ahnsen und Meinersen schlossen sich im Jahr 1967 zu einer Kapelle zusammen: dem Musikzug Ahnsen-Meinersen. Dieser Schritt war notwendig, da beide Kapellen in große Personalnot gekommen waren.
Am 18. Juni 1968 Sirenenalarm: es brannte - durch Blitzschlag - der Geräte- und Holzschuppen sowie der Eselstall an der Jagdhütte in den Ahnser Fuhren.
Am 12. Januar 1969 fand die 75. Jahreshauptversammlung statt. Bei der Rechnungsablage stellte man fest, dass die Kasse ein Minus von 3,23 DM aufwies. Trotzdem wurde der Beschluss gefasst, das Jubiläum zu feiern. Auch der Turn- und Sportverein hatte in diesem Jahr sein 50-jähriges Vereinsjubiläum. Man beschloss daher die Feste gemeinsam im Juli zu feiern. Die Unterkreiswettkämpfe fanden auf dem Fest mit geringer Verspätung statt, da einige junge Männer die Wasserentnahmestelle mit Erde zugefüllt hatten.
Im Jahr 1970 bildete man in unserem Raum den Unterkreis 5 neu. Um den immer größeren Anforderungen an die Feuerwehren gerecht zu werden, wurden Stützpunktwehren mit entsprechendem Gerät ausgerüstet.
Am 20. Februar 1972 konnte die Ahnser Wehr das erste Löschfahrzeug in Empfang nehmen. Im Beisein aller Kameraden wurde ein TSF-T der Marke VW feierlich übergeben. Dieser Tag war für sämtliche Kameraden ein freudiges Ereignis: endlich ein eigenes Fahrzeug.
1974 wurde die Samtgemeinde Meinersen im Zuge der Gebietsreform gebildet. Hierbei verlor die Gemeinde Ahnsen ihre bisherige Selbstständigkeit. Die Freiwillige Feuerwehr Ahnsen gehörte von nun an zur Samtgemeinde Meinersen.
Im Jahr 1974 wurde mit dem Neubau eines Gerätehauses begonnen. Dieser Bau wurde ausschließlich in Eigenleistung von den Mitgliedern der Ahnser Wehr erstellt.
Im heißen Sommer 1975 kam es am 9. August zu der großen Waldbrandkatastrophe bei Meinersen. Am 10. August, es war ein Sonntag, ein Waldbrand nahe Leiferder Kreuzung: durch böige Süd-Ost-Winde stand binnen kürzester Zeit Wald und Acker zwischen Leiferde, Meinersen und Ettenbüttel in Flammen. Fünf Kameraden aus Fallersleben und Hohenhameln wurden an diesem Tag von den Flammen eingeschlossen und erstickten in ihrem Fahrzeug. 26 Kameraden der Ahnser Wehr waren vom 09. - 15. August ständig im Einsatz und leisteten 902 Stunden Dienst.
Zur Erinnerung an diese Katastrophe wurde von der Samtgemeinde Meinersen im Brandzentrum ein Gedenkstein errichtet.
Im Herbst 1976 beschließt das Kommando Jugendarbeit in der Wehr zu betreiben. Die Gründung der Jugendfeuerwehr Ahnsen erfolgte am 10.04.1977 am Osterfeuer. Die Jugendwarte konnten 23 Jungen als Mitglieder vorstellen.
Zwischenzeitlich wurden in Ahnsen zwei Discotheken betrieben. 1978 war das Jahr der Discobrände. Am 26. Mai "Zampen Saal" an der Müdener Straße: ein Schwelbrand, der abgelöscht wurde. Am 04. September 02:00 Uhr nachts explodierte die Disco an der B188 und stand in hellen Flammen. Kurz zuvor waren die Kameraden der Ahnser Wehr mit ihren Frauen von einer Moselfahrt zurückgekehrt. Eine Ausdehnung des Brandes konnte durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr verhindert werden.
Durch den Verkauf der alten Ahnser Dorfschule stand der Ahnser Wehr kein Raum mehr für Schulung und Übungsdienst zur Verfügung. Man war sich schnell einig, einen geeigneten Raum zu erstellen. So wurde am 07. Juni mit dem Anbau an dem Geräteraum begonnen. Auch dieser Bau wurde vollständig in Eigenleistung erstellt. Die Fertigstellung und Einweihung dieses Raumes war dann am 11. April 1982.
Im März 1981 bereitete uns die Oker mit ihrem Hochwasser große Sorgen. 2 Brücken wurden unterspült.
Am 05. August 1982 dann Großbrand auf einem Reiterhof in Päse.
1984 wurde das 90-jährige Bestehen der Ahnser Feuerwehr und der 60. Gründungstag des Feuerwehrmusikzuges gebührend gefeiert.
1989 öffnete sich der eiserne Vorhang und Deutschland wurde wieder ein Land. Zwischen Ost und West wurden viele Verbindungen geknüpft: eine davon ist die Freundschaft zur Feuerwehr Lützschena bei Leipzig.
Im November 1991 wurde der Ahnser Wehr ein neues Fahrzeug TSF-Mercedes übergeben. 1993 wurde dann auch noch eine neue TS 8/8 angeschafft - eine Godiva/GFT mit Nissanmotor (37,5 kW).
Seit 1993 wird zusätzlich die Sirene auf der Gaststätte "Zum Eichhörnchen" zur Alarmierung verwendet, da bei Westwind die Sirene auf der Post nicht im ganzen Dorf zu hören war. Noch im gleichen Jahr gab es einen Brand in dieser Gaststätte. Durch den Einsatz der Ahnser und Meinerser Kameraden konnte der Schaden jedoch in Grenzen gehalten werden. Die Telefonzelle und ein Kaninchenstall kamen in diesem Jahr nicht so gut davon.
Ebenfalls 1993 konnte der Musikzug Ahnsen-Meinersen auf seinen 25-jährigen Zusammenschluss zurückblicken. Dieses Jubiläum wurde im Mai auf "Voges Saal" in Meinersen kräftig gefeiert.
Im April 1994 musste die Schule am Gajenberg gegen Hochwasser geschützt werden. Hier wurden Sandbarrieren aufgeschaufelt und etliche Sandsäcke befüllt.
Am 16.04.1994 konnten wir dann im Feuerwehrhaus den 100. Jahrestag unserer Wehr feiern und vom 24.-26.06. fand das große Fest statt.
Gestartet wurde am Freitag mit dem Kommers. Hierzu hatten sich die Kameraden aus Päse etwas besonderes einfallen lassen: Sie überbrachten uns mehrere Liedvorträge sowie ein schmiedeeisernes Feuerwehremblem. Dieses ist seit dem an der Außenseite des Feuerwehrhauses angebracht. Und auch unsere Partnerwehr aus Lützschena überraschte uns: Sie schenkte uns eine TS 8/8 aus DDR-Zeiten. Der Tag endete mit einem Platzkonzert und einem eindrucksvollen Zapfenstreich.
Am Samstag wurde ein Orientierungsmarsch veranstaltet und am Abend war das Zelt voll beim Tanzvergnügen. Das Frühstück am darauffolgenden Morgen wurde von 650 Personen besucht. Der Umzug am Nachmittag mit der Militärkapelle sowie eine Kaffeetafel beendeten das Fest.
1996 fuhr eine Abordnung nach Warmsen (bei Nienburg), um eine alte Handdruckspritze zu besichtigen, die dort gerade restauriert wurde. Hier bestätigte sich die Vermutung, dass es sich um die alte Ahnser Spritze handelte. Im Dezember konnte dann nach zweieinhalbjähriger Bauzeit der Anbau des Feuerwehrhauses (Erweiterung der Fahrzeughalle und Büro) eingeweiht werden.
Am 05.01.1997 wurden wir zu einem Wohnhausbrand nach Päse gerufen. Der Großeinsatz wurde durch extrem niedrige Temperaturen erschwert: Nach Einsatzende wurden etliche Schläuche nicht mehr aufgerollt, sondern einfach auf einen Anhäger verladen und so zur FTZ gefahren.
Der Übergang ins nächste Jahrtausend verlief reibungslos: Entgegen aller Erwartungen hat die Erde Neujahr 2000 nicht aufgehört sich zu drehen.
2002 wurde auf der Jahreshauptversammlung beschlossen, einen Feuerwehrförderverein zur Förderung des Feuerlöschwesens und der Jugendarbeit zu gründen. Noch in der gleichen Nacht fand die Gründungsversammlung hierzu statt.
Im gleichen Jahr feierte die Jugendfeuerwehr ihr 25-jähriges Bestehen. In der Nacht nach dem Fest wurde ins Feuerwehrhaus eingebrochen. Die erbeuteten Papiere (unter anderem die alten Protokollbücher) liegen uns wieder vor. Die Eingangstür musste erneuert werden.
Am 04.01.2003 musste dann mal wieder ein Hochwassereinsatz gefahren werden: Wasser sickerte durch den Damm an der Oker.
2006 gab es mal wieder einen Grund zum Feiern: die Wehr wurde 112 Jahre alt. Zusammen mit dem Dorffest gab es hierzu ein umfangreiches Festprogramm (PDF, 20 kb), zu dem wieder das ganze Dorf eingeladen war und auch zahlreich teilgenommen hat. In einer Fahrzeugschau war unter anderem der historische Löschzug der Berufsfeuerwehr Braunschweig zu sehen. Die Eimerfestspiele, die wir aus diesem Anlass veranstaltet hatten, mussten leider wegen heftigen Regenschauern abgebrochen werden - was uns aber die Festtagsstimmung auf dem Zelt nicht vermiesen konnte.
Einige Wochen später konnte dann ein Stück Ahnser Feuerwehrgeschichte ins Dorf zurückgeholt werden: Die alte Ahnser Handdruckspritze von 1893 befand sich seit 1995 im Besitz der Feuerwehr Warmsen/Nienburg und wurde dort restauriert. In Ermangelung einer geeigneten Unterstellmöglichkeit wurde sie uns als "Alteigentümer" zum Kauf angeboten. Diese Gelegenheit haben wir wahrgenommen und so fand Ende November in einer zünftigen Feier in Warmsen die Übergabe statt. Zunächst wurde die Spritze in einer Scheune untergebracht. Doch es wurden sogleich auch Pläne für einen Anbau an das Feuerwehrhaus gemacht und bald konnte mit den Baumaßnahmen begonnen werden.
Bereits im Sommer 2007 war die Spritze wieder im "Einsatz": unter anderem bei einer Vorführung im Rahmen des 100-Jahre-Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Päse. Im Oktober fand dann die Einweihungsfeier des Anbaus statt. Die Arbeiten wurden komplett in Eigenarbeit ausgeführt. Die notwendigen finanziellen Mittel wurden durch Spendengelder und dem Feuerwehr Förderverein erbracht. Nun kann die Spritze durch ein großes Fenster vom Schulungsraum aus betrachtet werden.
Nachdem es im März 2010 bereits ein ungewöhnlich schweres Gewitter gab - bei dem unter anderem ein Storch sein Leben ließ sowie etliche Schäden durch Blitzeinschlag verursacht wurden - ereignete sich am 12. September ein Unwetter mit Starkregen wie es auch die älteren Ahnser noch nicht erlebt hatten. Etliche Keller liefen hierbei voll und mussten ausgepumpt werden. Die kurz zuvor erhaltene Wasserstrahlpumpe konnte so gleich ausgiebig getestet werden. Auch mussten einige Äste von den Straßen entfernt werden. Da sich dieses Unwetter hauptsächlich auf Ahnsen konzentriert hatte, konnte uns die Feuerwehr Päse bei den Arbeiten unterstützen.
Immer wieder machte der Pumpenteil der TS Probleme und musste regelmäßig repariert werden. 2011 gab es erneut Schwierigkeiten. Da es aber regulär keine Ersatzteile mehr gab, hätten diese extra angefertigt werden müssen, wodurch Kosten von mehreren Tausend Euro entstanden wären. Daher wurde beschlossen, eine neue TS anzuschaffen. Am 01.09.2011 sind wir mit unserem TSF nach Winsen/Luhe gefahren, um uns eine Magirus FPN 10/1000 anzusehen. Es handelte sich um ein Vorführgerät mit ca. 4 Betriebsstunden. Nach einer Vorführung und Einweisung haben wir die Pumpe gleich mitgenommen. Auf dem Rückweg fing der Motor des Fahrzeugs an, Leistung zu verlieren. Mit teilweise nur noch 40 km/h ging es zurück. Nun hatten wir zwar eine neue TS, aber das TSF war nicht mehr einsatzbereit. Nach einer Woche Werkstattaufenthalt war aber auch dieses Problem gelöst.